Die Mühle in Schmilka

Die Schmilkaer Mühle ist das älteste und erste Gebäude von Schmilka. Sie wurde 1665 als Wassermühle erbaut.

Obwohl die Antriebsquelle als die stärkste der Sächsischen Schweiz gilt war es ein schwieriges Auskommen mit den geringen Wassermengen des Ilmenbaches. Allein von den Einnahmen der Mühle konnte der Müller mit seiner Familie nicht leben und musste auch andere Arbeiten verrichten. Bereits im 19. Jahrhundert wurde der Mahlbetrieb deshalb eingestellt und das Mühlrad mit samt den Rinnen zerfiel.

Im Laufe der Jahre reifte die Idee heran, die „Schmilksche Mühle“ wieder zu dem zu machen was sie einst war, eine Wassermühle.

Bei Recherchen in Archiven und Chroniken stieß man auf die „30 An- und Aussichten für den Besuch der Sächsischen Schweiz“ von Adrian Ludwig Richter. In diesem Heft ist auch die Mühle von Schmilka als Kupferstich dargestellt. Das Motiv von L. Richter diente u. a. als Vorlage für den historischen Wiederaufbau der „Schmilkschen Mühle“. Dank der Unterstützung durch die Förderinitiative Leader+ ist es gelungen, dieses Projekt zu realisieren.

Am 23. Mai 2007 war es dann soweit: die Mühle wurde mit einer Weihe wieder ihrer Bestimmung übergeben. Seitdem kann traditionell am Pfingstwochenende und dem Deutschen Mühlentag jeder Gast und Besucher der Sächsischen Schweiz die Mühle besichtigen und ihre Funktionsweise kennen lernen.

Durch die außergewöhnliche Lage der „Schmilkschen Mühle“ am Malerweg erlangt sie noch eine weitere Bedeutung. Der Weg führt nicht nur unmittelbar an der Mühle vorbei, sondern durch sie hindurch. Der Malerweg versteht sich als „Natur- Kunst- und Kulturwanderweg“. Mit dem Wiederaufbau der „Schmilkschen Mühle“ erhält er sein erstes Kunst- und Kulturmotiv. An der Stelle wo einst L. Richter sein Motiv von der Mühle zeichnete zeigt eine Stele dem heutigen Betrachter die Veränderungen im Laufe der Zeit im Vergleich zum Original.

Kein Wanderweg ist auf so hervorragende Weise geeignet, das Schaffenswerk der Künstler von damals dem heutigen Wanderer zu visualisieren. Menschen der heutigen Zeit sehnen sich immer mehr danach, den originalen Ort der Schöpfungen zu erleben und zu verinnerlichen.

Die Mühle ist eines der wenigen Gebäude, das überhaupt von Künstlern gezeichnet wurde und damit seiner herausragenden Rolle als „nicht Landschaftsansicht“ am Malerweg Rechnung trägt.

Mit dem Wiederaufbau der „Schmilkschen Mühle“ soll wegweisend für weitere geplante Stationen des Malerwegs gezeigt werden, wie sich die einzelnen Motive im Laufe der Zeit verändert haben, bzw. welche „malerischen“ Übereinstimungen noch existieren.

Traditionelles Schmilkaer Mühlenfest

Jedes Jahr zu Pfingsten findet anlässlich des Deutschen Mühlentages an der wiederaufgebauten Wassermühle das große Mühlenfest statt. Dann kann die Mühle besichtigt werden, der Müller erklärt die Funktionsweise der Mühle und zeigt beim Schaumahlen, wie Korn zu Mehl wird. Neben Gaumenfreuden wie dem legendären Königsteiner Festungskuchen und verschiedenen Spezialitäten vom Grill kann man beim Geklapper des Wasserrades Mühlenromantik pur erleben. Auf dem Programm stehen meist Livemusik, Theater und Kleinkunst.

Allerlei zu bestaunen gibt es auch auf dem Mühlenmarkt, der sich rings um die Schmilksche Mühle präsentiert. Handwerker und regionale Gewerbetreibende bieten ihre Waren und ihr Können den Besuchern feil.

Traditionell zu Pfingsten!